Kulturell gesehen steht Stockholm Rom wohl in nichts nach. So erwarteten uns noch am Tag unserer Anreise das Stockholmer Wahrzeichen - das Stadshuset (Rathaus) mit seinen drei goldenen Kronen auf der Turmspitze -, eine historical canal tour, der Kaknästornet (Aussichts- und Richtfunkturm), das Kungliga slottet (Königliches Schloss) mit süßem kleinen Wasserfall und Wachablösung sowie der kunstvoll gestalte U-Bahnhof "Kungsträdgården".
Der zweite Tag stand mehr im Zeichen der Natur. Gemütlich begannen wir ihn mit einem Spaziergang im Grünen ganz in der Nähe unseres Hotels.
Aber als wir dann mit dem Boot raus aufs Wasser fuhren, war sie wieder happy. Und meine Augen strahlten mindestens genauso sehr. Wem würde das bei dem An- bzw. Ausblick wohl nicht so gehen?
Ein Besuch der grünsten Insel Stockholms, Djurgarden, rundete den Tag ab.
Frisch und munter ging es dann am nächsten Vormittag in das Herzstück Stockholms: die Gamla stan (Altstadt). Die Altstadt gehört zu den größten und besterhaltenen historischen Stadtkernen Europas. Für das besondere Flair von Gamla stan sorgen die schmalen, verwinkelten Gässchen mit Kopfsteinpflaster und die Häuschen in sämtlichen Gelb- und Rottönen. Schleiherhaft war uns nur, wie die Stockholmer in so kleinen Häuschen leben konnten ... Aber wir kamen ihrem Geheimnis auf die Schliche. Genaueres verraten wird jedoch nicht. Jedenfalls konnten wir uns dann alles ganz genau angucken. Und der Startorget, der Marktplatz, war wirklich mehr als sehenswert.
Doch nicht nur er, sondern auch die Kirchen und Museen, die sich in Gamla stan befinden, sind einen Besuch wert. Zu den interessantesten Kirchen gehören wohl die Riddarholmskyrkan (Riddarholms Kirche) sowie die Storkyrkan (Stockholmer Domkirche). Erstere ist die einzige noch erhaltene Klosterkirche Stockholms aus dem Mittelalter, Grabstätte vieler schwedischer Könige. Letztere beherbergt Kunstschätze wie die Skulptur St. Georg und der Drache (1489) und das berühmte Bild Vädersolstavlan (1636).
Naja, was soll's, so mussten wir weniger schleppen, als es dann erneut hieß: ab nach Djurgarden. Diese Insel läd nämlich nicht nur zum Spazieren ein, sondern beherbergt auch das weltweit einzige aus dem 17. Jahrhundert erhaltene Schiff: die Vasa. Das 69 Meter lange Kriegsschiff sank 1628 auf seiner Jungfernfahrt mitten in Stockholm und wurde 333 Jahre später (für alle Nichtmathematiker: 1961 ;-P ), geborgen.
Die Restaurierungsarbeiten, während derer das Schiff Schritt für Schritt wieder nahezu in seinen Originalzustand versetzt wurde, dauerten fast ein halbes Jahrhundert an. Es besteht noch zu über 95 Prozent aus Originalteilen. Hunderte kunstvoll geschnitzter Figuren zieren die Vasa.
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